Nächstes Ziel: "Roter Hahn 5"

Bei der Leistungsbewertung will die Feuerwehr Tating weiterhin im Land die Nase vorn haben. Im April nimmt sie als erste die Stufe 5 in Angriff.

Für dieses Jahr hat sich die Freiwillige Feuerwehr Tating viel vorgenommen: Sie will sich den fünften Stern vom Feuerwehrhimmel holen, soll heißen: es wird die Stufe 5 der Leistungsbewertung "Roter Hahn" in Angriff genommen. Landesweit ist Tating damit die erste Wehr, die sich dieser großen Aufgabe stellt, sagte Wehrführer Heinz-Dieter Hecke in der Jahresversammlung. Einstimmig steht die Wehr hinter diesem Vorhaben, und um am 19. April topfit zu sein, wird schon jetzt geübt und im März und April "noch ein Brikett mehr draufgelegt", sagte Hecke.

Im abgelaufenen Jahr gab es für die Tatinger 13 Einsätze - nicht nur in der Gemeinde - abzuarbeiten, darunter mehrere Großfeuer wie der Brand von Buchhandlung und Restaurant nach einer Explosion in St. Peter-Ording im März und das Feuer in einem Imbiss in Tetenbüllspieker, ebenfalls im März. Ein belastender Einsatz war die Bergung eines Autofahrers, der bei dem Zusammenprall mit einem Zug am Bahnübergang Flugplatz getötet wurde.

Es gab aber auch etwas zu feiern, mit Kommers und Ball wurde das 100-jährige Bestehen der Wehr zusammen mit vielen Gästen begangen. Viele dörfliche Veranstaltungen wurden von der Feuerwehr begleitet. Insgesamt trafen sich die Feuerwehrleute an 28 Übungsabenden im Gerätehaus. Sie nahmen an sechs überörtlichen Funkübungen teil, die Hydranten wurden gepflegt sowie mit den Senioren des Dorfes eine Fahrt unternommen.

Musikzugführerin Annelie Gravert berichtete von 32 Proben sowie 13 Auftritten. Hinzu kommen noch die gemeinsamen Konzerte mit den Gruppen aus Garding und St. Peter-Ording. Jugendwart Andre Eggert informierte über eine erfolgreiche Jugendarbeit.

Nach Erreichen der Altersgrenze gehört Karl-Heinz Kühl der Ehren abteilung an. Für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten Oke Pölig und Arno Ibs die entsprechende Ansteckschnalle für die Uniformjacke. Alle Gastredner, ob Bürgermeister Hans Jacob Peters (Tating), Christian Marwig (Tümlauer-Koog), Albert Pahl (Amt Eiderstedt), Gudrun Fuchs (DRK und Heimatbund), Annkathrin Kolbe (Kirche) und Detlev Claussen (Polizei) sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Wolfgang Clasen' Gebiets betreuer Manfred Aberle und der amtierende Amtswehrführer Udo Rohde wiesen auf die Notwendigkeit der Feuerwehr hin. Die Arbeit wandle sich vom reinen Feuerschutz zu einem Allround-Unternehmen, aber auch das dörf liche Leben wäre ohne Feuer wehr ärmer. Beruhigend sei, dass sich immer wieder Menschen finden, die bereit sind, sich bei Not und Gefahr für andere einzusetzen. Der "Rote Hahn" sei eine gute Werbung und mache Tating in Schleswig-Holstein bekannt.

Zu Beginn gedachte die Versammlung in einer Schweigeminute den 2007 verstorbenen Ehrenmitgliedern Hans-Friedrich Kloppenburg, Thomas Janns und Bernhard Küster.

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